An die Schwächeren denken
Serie der unteren Katastrophenschutzbehörde:
Im letzten Teil geht es um besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen Unterallgäu. Hochwasser, Sturm, ein Brand - besonders hart trifft ein schlimmes Ereignis verletzliche Bevölkerungsgruppen, wie Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderung. Deshalb geht es im letzten Teil der Serie „Vorbereitet sein“ der unteren Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Unterallgäu darum, auch Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderung auf Katastrophen vorzubereiten.
„Erstellen Sie einen Notfallplan für die Familie und besprechen Sie diesen gemeinsam“, lautet der Tipp von Hanna Müller, stellvertretende Leiterin des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung. „Verbreiten Sie dabei keine Panik, sondern erklären Sie Ihre Überlegungen sachlich und in einfachen Worten.“ Nach Bedarf können auch Pflegekräfte, Bezugspersonen, Freunde oder Nachbarn einbezogen werden.
Anbei einige Anregungen dazu:
- Eine Liste mit Notfall-Kontakten zusammenstellen.
- Immer ausreichend Medikamente zuhause haben und den Medikationsplan griffbereit halten.
- Kopien von wichtigen medizinischen Unterlagen bereithalten.
- Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät immer griffbereit aufbewahren.
- Immer Ersatz-Batterien, -Akkus und -Ladegeräte für technische Hilfsmittel vorhalten.
- Einen Notfallausweis bereithalten, um zum Beispiel Einsatzkräften zu zeigen, wie man kommunizieren kann. Auch Infos wie Krankheiten, Allergien, Hilfsmittel und Notfallkontakte können hier hinterlegt werden. Zum Beispiel Hausärzte und Krankenkassen bieten solche Notfallausweise an.
- Für Personen mit Assistenzhunden: Ausreichend Futter und Wasser für das Tier vorhalten.
- Für Menschen mit Höreinschränkungen gibt es Rauchmelder mit Vibrations- und Lichtalarm.
- Bei Bedarf auf barrierefreie Evakuierungswege achten und diese immer freihalten.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat auf seiner Internetseite viele Infos zum Katastrophenschutz, zum Beispiel auch in leichter Sprache: www.bbk.bund.de