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Vorbereitet sein: Mit vollem Vorratsschrank und Notfall-Gepäck

Serie der unteren Katastrophenschutzbehörde: Was man immer zuhause und immer griffbereit haben sollte

Unterallgäu. Ein Zusammenbruch der Infrastruktur - sei es aufgrund eines Unwetters, starker Schneefälle, eines länger andauernden Stromausfalls - oder man kommt aus gesundheitlichen Gründen für längere Zeit nicht zum Einkaufen: Auch wenn solche Vorfälle zum Glück selten vorkommen, ist es sinnvoll, vorbereitet zu sein. Der „Tag des Katastrophenschutzes“ im Unterallgäu am 3. Oktober ist Anlass für das Landratsamt Unterallgäu als untere Katastrophenschutzbehörde, in einer Serie über wichtige Sicherheitsthemen aufzuklären. Diesmal geht es um einen Notvorrat, den jeder zuhause haben sollte, und um ein Notgepäck, das fertig gepackt bereitstehen sollte, falls man überstürzt das Haus für eine unbestimmte Zeit verlassen muss. 

 

Hier ein Vorschlag für einen Vorrat an Lebensmittel, der für eine Person rund zehn Tage reicht. „Natürlich können Sie diesen dem eigenen Geschmack und den eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen“, sagt Armin Ostermeier, Fachbereichsleiter „Einsatz, Katastrophenschutz und Zivilschutz“ am Landratsamt Unterallgäu: „Wichtig ist, die Produkte vor Ablauf zu verbrauchen und nachzukaufen.“  

 

  • 20 Liter Wasser
  • 2x Brot in Dosen oder abgepacktes Knäckebrot
  • 4x Wurst in Dosen oder vegetarische Aufstriche
  • 2x Nudeln (500g)
  • 1x Reis (500g)
  • 2x Kartoffelpüree-Pulver (350g)
  • 2x Haferflocken (500g), Gries oder Müsli
  • 2x H-Milch oder pflanzliche Milch
  • 2x Tomatensauce (500g) oder 4x Pesto
  • 2x Sauerkraut (500g) oder anderes haltbares, vitaminreiches Gemüse
  • 2x Mais in Dosen oder Glas (300g)
  • 2x Erbsen in Dosen oder Glas (300g)
  • persönliche Medikamente für zwei Wochen

 

Zusätzlich nach Geschmack:

  • 4x Obstkonserven
  • 1kg Milchprodukte und Hartkäse
  • Fisch (in der Dose)
  • Eier
  • Fette und Öle

 

„Denken Sie gegebenenfalls an Babynahrung, Hygieneartikel und Futter für Haustiere“, so Ostermeier. Dabei müsse man berücksichtigen, dass zum Beispiel bei einem längeren Stromausfall Kühlschrank und Kochgelegenheit fehlen. Was man deshalb auch zuhause haben sollte: 

  • Campingkocher oder eine andere Kochmöglichkeit, die ohne Strom funktioniert. „Wichtig ist, mit diesen Geräten nicht in geschlossenen Räumen zu kochen“, sagt Ostermeier - es bestehe Brand- und Erstickungsgefahr. 
  • Feuerzeug
  • Radio mit Batterie- oder Kurbelbetrieb, um informiert zu bleiben. 

 

Zudem gibt es Krisensituationen, in denen man schnell das Haus verlassen muss, zum Beispiel im Falle eines Hochwassers. „Folgende Dinge sollten Sie fertig gepackt bereithalten oder - wenn es die Zeit noch zulässt - dann schnell zusammenpacken“, sagt Ostermeier: „Am besten pinnen Sie sich diese Liste an Ihre Notizwand, damit Sie diese im Notfall griffbereit haben.“

  • Ausweispapiere und andere wichtige Unterlagen wie Patientenverfügung und Vollmachten sowie offizielle Urkunden,
  • Handy,
  • Bargeld, 
  • Medikamente, Brille, Zahnersatz und andere benötigte Hilfsmittel,
  • Batteriebetriebenes Radio, Reservebatterien
  • Kleidung für ein paar Tage und Wetterschutzbekleidung
  • Schlafsack
  • Verbandskasten und Hygieneartikel
  • Taschenmesser
  • Wasserflasche und Proviant für zwei Tage.

 

Tag des Katastrophen- und Zivilschutzes: 

Übrigens: Am Samstag, 3. Oktober, ist Tag des Katastrophen- und Zivilschutzes, auf dem Gelände der Feuerwehr Babenhausen, Bahnhofstraße 6. Von 10 bis 17 Uhr bieten hier Hilfsorganisationen aus dem Unterallgäu Vorführungen, Workshops und Aktionen für Kinder und Erwachsene an - vom Wunden schminken mit Mini-Erste-Hilfe-Kurs über einen Notfallrucksack-Pack-Wettbewerb bis zu Feuerwehr-Vorführungen und einer umfangreichen Ausstellung der Fahrzeuge und Technik der Blaulichtorganisationen.