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Nunmehr beginnt sein ungewöhnlich steiler Aufstieg. Weite Reisen nach Russland, wo Zar Nikolaus II. sich von ihm porträtieren ließ, nach dem Balkan und dem Heiligen Land folgten. Seine Skizzen aus Palästina verwendete er für sein Kolossalgemälde “Der Einzug Christi in Jerusalem”, das während einer Ausstellung den Flammen zum Opfer fiel. Seine nächste Reise führte ihn nach Holland, wo er in Amsterdam eine “Kreuzigung Christi” malte. 1902 vollendete Reisacher sechs große Schlachtengemälde in der Form sogenannter Dioramen mit Themen aus dem Krieg von 1870/71. Seine Entwürfe zu einer Bemalung der Orgelempore in der Pfarrkirche von Wolfertschwenden kamen leider nie zur Ausführung. Von einer Reise nach Paris brachte er viele neue Anregungen von Seiten der Impressionisten mit und wendete sich nun stark der Landschaftsmalerei zu; insbesondere schuf er eindrucksvolle Alpenlandschaften aus dem Allgäu, den bayerischen Alpen und aus dem Engadin. Kurz nach seinem 54. Geburtstag, am 19. März 1916, starb er allzu früh in München an einem Gehirnschlag, ein großer Sohn unserer Heimat, dem heute noch Anerkennung gebührt.
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